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Roboter-Staubsauger Test und Ratgeber

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Bewertung
Fassungsvermögen0,5 l0,35 l1 l
Ladedauerk. A.240 min180 min
Betriebsdauer120 min80 min90 min
Hindernisfunktion
Fernbedienung
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Ein selbstfahrender Roboterstaubsauger bzw. Saugroboter kann eine nützliche Hilfe im Haushalt sein. Für den Kauf eines solchen Geräts gibt es ganz verschiedene Gründe, so zum Beispiel:

  • Zeitersparnis im Haushalt
  • Bedarf von permanent großer Sauberkeit (Allergiker)
  • Stetige Verschmutzung der Böden (Haustiere, kleine Kinder)
  • Vermeidung von Hausarbeit (Putzmuffel, Personen mit körperlichen Einschränkungen)

Bei einer Preisspanne von knapp 30 EUR bis etwa 1500 EUR wird einem die Wahl nicht leicht gemacht. Als Leitlinie kann man sagen, dass Modelle unter 250 EUR kaum eine erwähnenswerte Haushaltshilfe abgeben.

HIINWEIS: Soll ein Saugroboter tatsächlich eine Hilfe sein, muss man für ihn mindestens 250 EUR ausgeben.

 

Saugroboter im Test

Vorteile eines Saugroboters

Ein großer Vorteil der Saugroboter ist die Automatisierung des Putzens. Man muss maximal einen Knopf drücken und schon macht sich das Gerät selbsttätig an die Arbeit. Es ist nicht einmal nötig, während des Saugens anwesend zu sein. Gerade für Personen, die ungern selbst zum Staubsauger greifen, können die kleinen Helfer eine Erleichterung sein. Je nach Ausstattung beseitigen sie auch grobe Verunreinigungen oder Wischen nach dem Saugen noch durch. Durch die geringe Höhe erreichen Staubsauger Flächen unter den Möbeln, die man gerne vergisst, oder, wo man mit dem herkömmlichen Staubsauger nur schwer hinkommt. Besonders für Allergiker bringt die regelmäßige Beseitigung von Staub, Milben und Tierhaaren eine deutlich höhere Lebensqualität.

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Gehäuse und Saugmechanismus

Selbstfahrende Saugroboter haben ein flaches (< 10 cm), meist zylinderförmiges (Ø 30-40 cm) Gehäuse und bewegen sich auf Rollen vorwärts. Seine Energie bezieht das Gerät von einem Akku, dessen Leistung zwischen circa 10 und 700 Watt liegt. Damit ist es deutlich energiesparender als herkömmliche Staubsauger, die über 1000 Watt benötigen. Die dadurch bedingte geringere Saugkraft wird durch ein ausgeklügeltes System von rotierenden Bürstenwalzen kompensiert, die den Schmutz mechanisch vom Boden lösen, aufwirbeln und direkt in den Saugstrom befördern.

Durch die kleineren Motoren sind Saugroboter leiser als großer Staubsauger. Möchte man sich während des Saugens unterhalten oder ein Buch lesen, spielt die Lautstärke eine große Rolle. Im Schnitt werden zwischen 50 und 80 Dezibel erzeugt. Aktuell im Handel erhältliche Modelle können mit einer Akkuladung 1 bis 3 Stunden arbeiten. Entweder weiß das Gerät selbst, wann es zur Ladestation zurück muss, oder eine Anzeige weist auf den Ladezustand des Akkus hin. Die Ladezeiten variieren in etwa zwischen 2 und 5 Stunden. Geladen wird entweder über ein Ladekabel oder eine Ladestation. Manche Modelle verfügen über zusätzliche Gummiwischer oder statische Tücher, um die Aufnahme von Schmutz und Staub zu optimieren. Ecken und Kanten werden mithilfe von rotierenden Bürsten gesäubert, die den Schmutz unter das Gerät fegen.

Auffangbehälter

Schmutz und Staub werden in der Regel in einem Staubbehälter aufgefangen. Beutel kommen aus Platzgründen sehr selten vor. Entscheidend für die Qualität ist, ob der Staubbehälter dicht schließt. Die Standardvolumen der Auffangbehälter liegen zwischen 0,2 und 2 Liter, was für den täglichen Hausgebrauch ausreicht. Eine Anzeige macht den Nutzer aufmerksam, dass geleert werden muss. Je nach Modell wird der Behälter nach dem Leeren mit einem Pinsel sauber gemacht oder er kann unter Wasser ausgespült werden. Besonders luxuriöse Modelle entleeren sich selbst an ihrer Ladestation. Dort wird der Dreck in einen Staubbeutel gesaugt, der nach mehreren Durchgängen komplett entsorgt werden kann. Es lohnt sich auch auf die Richtung der Abluft zu achten. Nach oben geblasene Abluft vermeidet das Problem, den Staub von noch nicht bearbeiteten Stellen über den Raum zu verteilen. Der Filter stellt einen weiteren bedeutenden Qualitätsfaktor dar. Es gibt sowohl wiederverwendbare Filter als auch Einwegfilter, die regelmäßig ersetzt werden müssen. Von der Beschaffenheit des Filters hängt ab, welche Größe von Staubpartikeln effektiv zurückgehalten wird. Die qualitativ hochwertigsten sind die sogenannten HEPA (High Efficiency Particulate Arrestance)-Filter. Diese filtern je nach Klasse Viren, Milben(eier) Staub, Pollen, Asbest, toxische Stäube und Aerosole aus der Luft. Der Wirkungsgrad variiert von 85 % (Kategorie E10) bis 99,99 % (Kategorie H14).

Verhalten bei verschiedenen Untergründen bei Staubsauger-Robotern

Bei technisch ausgefeilten Saugrobotern kann ein Programm entsprechend des Untergrunds gewählt werden. Das bedeutet beispielsweise die Regulierung der Drehzahl der Bürstenwalzen oder die Anpassung der verwendeten Bürsten an einen Teppichboden. Sind entsprechende Sensoren vorhanden, erkennt der Roboterstaubsauger sogar selbst, auf welcher Art von Untergrund er sich befindet. Grundsätzlich ist es so, dass Roboterstaubsauger auf glatten Böden besser reinigen als auf Teppichböden. Doch das trifft auf herkömmliche Staubsauger ebenso zu. Letzten Endes ist es ein recht guter Marker für die Qualität eines Saugroboters, inwiefern er mit Teppichen zurechtkommt, bei welcher Faserlänge er noch effizient reinigt.

HINWEIS: Staubsaugerroboter arbeiten auf glattem Boden besser als auf Teppichen.

Bei schwarzen Böden muss man darauf achten, wie die Sensoren diesen wahrnehmen. Gerade bei Infrarot kann es passieren, dass ein schwarzer Untergrund als Abgrund wahrgenommen und so nicht befahren wird. Für glatte Böden wie Laminat oder Fliesen bieten einige wenige Roboterstaubsauger eine Wischfunktion an. Nach dem Saugen gehen sie ein zweites Mal durch den Raum und wischen feucht. Gegebenenfalls folgt ein dritter Durchgang, in dem getrocknet wird.

Smart-Navigation vs. Zufallsmuster

Gerade bei der Navigation trennt sich die Spreu vom Weizen. Sehr simple Varianten fahren nach vorher festgelegten Mustern durch den Raum. Stoßen sie mit ihrer federnden Stoßstange an, wechseln sie die Richtung oder gehen zum nächsten Muster über. Saugroboter mit hoch komplexer Technologie verfügen über Ultraschall-, Laser- oder Infrarot-Sensoren, um ihre Umgebung auszumessen. Sie stoßen selten an Hindernisse, da sie diese vorher erkennen und wissen, wie groß der Abstand ist. Perfektioniert wird diese Technologie noch durch eine Kamera, die Fixpunkte im Raum aufnimmt und speichert. So können entsprechend ausgestattete Saugroboter nach und nach eine komplette 3D-Karte der Räume erstellen und zunehmend zielgerichtet herumfahren. Je mehr ein Roboter willkürlich herumfährt, umso weniger Fläche schafft er pro Akkuladung. Hochintelligente Modelle fällen um die 60 Entscheidungen pro Minute bezüglich der Fahrtrichtung und des angemessenen Reinigungsmodus. Es ist äußerst hilfreich, wenn grobe Verschmutzung gezielt erkannt und angesteuert wird, um ein Verteilen des Drecks über den Raum zu vermeiden. Mithilfe einer intern gespeicherten Karte des Raumes kann ein Saugroboter alleine zu seiner Ladestation zurückfahren, sobald der Akku geladen werden muss. Bei einer einfacheren Technologie sendet die Ladestation ein Signal oder einen Leitstrahl aus, womit der Saugroboter seinen Weg zurück findet.

HINWEIS: Intelligente Robotersauger erstellen eine Karte des Raumes und finden selbst ihre Ladestation.

Hindernisse – Möbel

In einem Raum können verschiedene Hindernisse auftreten, die das Arbeitsmuster des Saugroboters stören können. Zum Beispiel stehen fast immer Möbel herum. Diese werden entweder durch direkten Kontakt über die Stoßstange erkannt oder mittels Sensoren aus der Distanz wahrgenommen. In beiden Fällen droht keine Gefahr, dass etwas kaputt gehen könnte.

Schwellen und Kabel

Staubsauger Test und RatgeberBei auf dem Boden stehenden Glasvasen oder filigranen Lampen kann es eher zu Unfällen kommen. Zählen solche Gegenstände zur Raumausstattung, sollte der Saugroboter in jedem Fall Hindernisse über Infrarot, Ultraschall oder eine Kamera wahrnehmen und berührungslos umfahren. Die Fähigkeit zu klettern ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Manche Saugroboter tun sich mit Stufen von 1 cm schwer und umfahren diese wie ein Hindernis. Andere kommen sogar auf Absätze von 2,5 cm hoch. Letzteres ist von Vorteil, wenn man Türschwellen in der Wohnung hat oder relativ dicke Teppiche, die ebenfalls abgesaugt werden sollen. Ein großes Problem stellen oft auf dem Boden liegende Kabel dar. Diese werden selten als Hindernis erkannt und sind niedrig genug, um überklettert zu werden. Leider verheddern sich die Roboterstaubsauger mit ihren Bürsten sehr leicht in den Kabeln und stecken dann fest. Gut ist es, wenn ein eingebauter Schutzmechanismus das Gerät im Falle des Festhängens ausschaltet.

Stufen und künstliche Grenzen

Durch Sensoren auf der Unterseite erkennen mittlerweile fast alle Modelle Absätze oder Treppenstufen recht zuverlässig. Abstürze werden so effektiv verhindert. Wer sichergehen möchte, kann vor der Treppe eine Barriere errichten. Viele Geräte werden mit Utensilien zur Begrenzung des Aktionsraumes ausgeliefert. Es handelt sich dabei zum Beispiel um Magnetbänder oder kleine Türmchen, die Infrarotstrahlen aussenden. Damit können nicht nur gefährliche Abgründe abgeriegelt werden, sondern auch Nachbarräume, die gar nicht oder erst später bearbeitet werden sollen.

Bedienung und Programmierung

Die Roboterstaubsauger der niederen Preisklasse funktionieren oft einfach auf Knopfdruck. Der Roboter setzt sich in Bewegung und fährt seine gespeicherten Muster ab. Je teurer die Roboter werden, umso komplexer wird die Bedienung. So verfügen viele Saugroboter über verschiedene Betriebsmodi, die abhängig vom Grad der Verschmutzung oder dem Untergrund vorher ausgewählt werden können. Die nächsthöher entwickelte Klasse ist technisch sehr ausgefeilt. Direkt am Gerät oder mit einer Fernbedienung lässt sich die Startzeit programmieren. Sehr komfortabel sind Modelle, die sich über mehrere Tage hinweg einstellen lassen, sodass beispielsweise am Wochenende zu anderen Uhrzeiten gesaugt wird als an Arbeitstagen. In dieser Kategorie finden die Saugroboter meist alleine zu ihrer Ladestation zurück und können ihre Arbeit bei Bedarf voll aufgeladen fortsetzen. Es gibt erste Staubsaugerroboter, die sich mit dem häuslichen Netzwerk verbinden. Über WLAN nehmen sie ihre Befehle entgegen. So lassen sie sich über eine entsprechende App sogar von unterwegs auf ihren Rundgang schicken.

Roboter-Staubsauger im Test Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im Februar 2017 einen neuen Testbericht zu sechs verschiedenen Saugrobotermodellen herausgebracht. Es wurden Geräte im Preissegment von 360 EUR bis 980 EUR unter die Lupe genommen. Im Folgenden sind die Modelle mit ihren Eigenschaften aufgelistet:

  • Kobold VR200 (Note: 2.2, 750 EUR): bestes Reinigungsergebnis (auch in Ecken), Akkulaufzeit: 50 Minuten, programmierbar auf Tag und Uhrzeit, lädt selbstständig
  • iRobot Roomba 980 (2.8, 940 EUR): reinigt Teppiche und entfernt Fasern sehr gut, schlecht in Ecken, Steuerung per App, lädt selbstständig, incl. Infrarot-Barriere
  • Neato Robotics Botvac D85 (3.1, 180 EUR): saugt weniger effektiv in Ecken und auf Teppich, Startzeit programmierbar, Magnetband zur Begrenzung des Aktionsradius
  • Samsung POWERbot VR9020 Essential (3.5, 420 EUR): sehr hoch (14 cm), keine Seitenbürsten, entfernt Fasern gut, sonst mäßige Reinigungsleistung, navigiert bei schwachem Licht löchrig, nicht programmierbar
  • Robot Roomba 616 (3.8, 350 EUR): gute Flächenabdeckung, reinigt glatten Boden gut von Fasern, schlecht von feinem Staub, erreicht Ecken kaum, nicht programmierbar
  • Miele Scout RX1 (3.8, 515 EUR): sehr leise, nur auf hartem Boden ordentliche Leistung, täglich gleiche Startzeit programmierbar, Magnetband zur Begrenzung
HINWEIS: Ein Roboterstaubsauger kann das herkömmliche Saugen nicht gänzlich ersetzen.

Der allgemeine Test der Stiftung Warentest zu Staubsaugerrobotern fällt dahin gehend aus, dass sie aufgrund ihrer geringeren Saugkraft einen herkömmlichen Staubsauger nicht ersetzen können. Selbst mit Hindernissen fuhren fünf der sechs getesteten Modelle den 20 qm Raum in 30 Minuten nahezu vollständig ab. Dennoch wird empfohlen, vor dem Einsatz des Saugroboters den Boden so gut wie möglich freizuräumen. Außerdem ist das Staubrückhaltevermögen längst nicht so gut wie bei Staubsaugern. Gerade empfindliche Menschen sollten daher den Raum während des Saugens verlassen. Doch genau darin liegt dann wieder der Vorteil der kleinen Helfer, dass sie meistens selbstständig arbeiten können. Insgesamt ist der Staubsaugerroboter Test bei den meisten Modelle gut ausgefallen.

Allergiker

Für Hausstaub- und Tierhaarallergiker sowie Menschen mit empfindlichen Atemwegen bieten die kleinen Roboterstaubsauger bei entsprechender Ausstattung einige Annehmlichkeiten:

  • Vermeidung von aufgewirbeltem Staub, da man nicht selbst saugen muss
  • Wegen des geringen Luftstroms reichen auch recht einfache Filtersysteme aus
  • Einsatz von speziellen Tierhaarfiltern
  • Selbst-entleerende Modelle vermeiden jeden persönlichen Kontakt mit Staub
    Allergiker sollten bei der Entscheidung für ein bestimmtes Gerät darauf achten, dass es ihrem Leiden gerecht wird. Dann kann ein Staubsaugerroboter allerdings eine große Erleichterung sein, zumal er viel öfter arbeiten kann, als man selbst die Wohnung saugen würde.

Fazit

Saugroboter können besonders gut auf glatten und hindernisfreien Böden eingesetzt werden. Hier sind die Ergebnisse am besten, da die Reinigungsfrequenz bei Roboterstaubsaugern viel höher als bei einer manuellen Reinigung ist. Prinzipiell erreicht das Gerät auch schwerer zugängliche Bereiche, wie beispielsweise unter dem Bett, scheitert allerdings vollständig an Möbeln mit niedriger Unterkante.

Der Test der Stiftung Warentest zeigt, dass herkömmliche Staubsauger die kleinen Helfer nicht ersetzen können, besonders wenn es um schwierige Untergründe mit Teppichen und vielen Ecken geht. Auch bei grober Verschmutzung ist die manuelle Reinigung auch in naher Zukunft nicht zu umgehen.

Betrachtet man die große Bandbreite an Saugrobotern auf dem Markt, fällt es schwer ein allgemeingültiges Fazit zu ziehen. Die Qualitätsunterschiede sind wie die Preisunterschiede enorm. Generell sollte man derzeit nicht unter 250 EUR ansetzen, wenn man eine taugliche Haushaltshilfe haben möchte. Es ist zu erwarten, dass die Preise in dieser Sparte in den kommenden Jahren insgesamt sinken werden.